|
Medieninformation Markgräfler Wein e.V. / 23. April 2010Gutedel Cup 2010Badenweiler. Mit der Rekordzahl von mehr als 250 Anstellungen aus Deutschland und der Schweiz behauptet der Gutedel Cup einmal mehr seine Sonderstellung als einer der international bedeutendsten Wettbewerbe zur Prämierung von Weinen der Sorte Gutedel. „Die hohe Anzahl der teilnehmenden Weingüter und Winzergenossenschaften ist ein Beleg für das Qualitätsbewusstsein der Gutedelweinerzeuger und den hervorragenden Ruf der Veranstaltung“, betonte Claudia Schlumberger-Bernhart, die Vorsitzende des Markgräfler Wein e.V, der in diesem Jahr zum 14. Mal den Markgräfler Gutedel Cup und zum 4. Mal den Internationalen Gutedel Cup ausrichtete. Dem Verein gehören 90 Winzer-genossenschaften, Weinkellereien sowie private Weingüter aus dem Markgräflerland an.
Als Sieger beim 14. Markgräfler Gutedel Cup wurden auf dem jeweils ersten Platz prämiert: In der Kategorie „QbA trocken Markgräflerland“ die Erste Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim mit einem 2009 „Markgräfler Lindenhof“. In der Kategorie „Kabinett trocken“ das Weingut Heinemann aus Ehrenkirchen-Scherzingen mit dem 2009 „Scherzinger Batzenberg“ und in der Kategorie „Spätlese trocken“ die Winzergenossenschaft Britzingen mit einem 2009 „Britzinger Sonnhole“. Beim 4. Internationalen Gutedel Cup erreichte das Weingut Lämmlin-Schindler aus Schliengen-Mauchen mit dem 2009 „Mauchener Sonnenstück“, Kabinett, den ersten Platz. (Weitere Informationen in der Ergebnisliste Gutedel Cup 2010) Unter den verkosteten Weinen aus dem Anbaugebiet Saale-Unstrut errang der 2009 „Thüringer“ des Weingutes Sonnenburg aus Bad Sulza den ersten Platz auf der regionalen Rangliste. Der 2009 Fendant de Sion „Les Mazots“ AOC des Weingutes Maurice Gay SA aus Chamoson im Wallis war der beste Gutedel aus der Schweiz. Er wurde beim Internationalen Gutedel Cup mit dem 7. Platz prämiert und führt damit zugleich die regionale Rangliste der Schweizer Weine an. (Weitere Informationen in der Ergebnisliste Gutedel Cup 2010) Die feierliche Verleihung der Preise fand am 22. April 2010 im Kurhaus von Badenweiler unter der Moderation von Petra Klein, SWR, und Peter Wohlfarth, Geschäftsführer des Badischen Weinbauverbandes, statt. Die Vertreter der Sponsoren der Veranstaltung, die Zimber GmbH & Co. KG, die Vollherbst Druck GmbH, die Fachspedition Karldischinger GmbH und Weintrans GmbH & Co. KG überreichten die begehrten Sieger-Trophäen des Gutedel Cups an die Erstplatzierten. Als Schirmherrin des Wettbewerbs übergab die Markgräfler Weinprinzessin, Lisa Wagenmann, die begehrten Urkunden. Für das Gebiet Saale-Unstrut nahm die Weinkönigin Elvira Zahn und für die Schweiz nahm Professor Dr. Jürg Gafner von der Eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope Wädenswil die Auszeichnungen entgegen. Größte Beteiligung in der Geschichte des Gutedel CupsDer Gutedel Cup wird jährlich in vier Kategorien vergeben. Im Rahmen des Markgräfler Gutedel Cups wurden die zehn besten Weine aus dem Anbaugebiet Markgräflerland in den Kategorien „QbA trocken Markgräflerland“ und „Kabinett trocken“ ausgezeichnet, in der Kategorie „Spätlese trocken“, die im Wechsel mit der Kategorie „Edelsüße Gutedel“ nur alle zwei Jahre verprobt wird, waren es die fünf besten Weine. Beim Internationalen Gutedel Cup wurden die zehn Favoriten der Weine prämiert, die aus dem Markgräflerland, aus Saale-Unstrut und aus der Schweiz separat für die Kategorie „Gutedel trocken international“ angemeldet waren. Die besten „internationalen“ Gewächse aus Saale-Unstrut und der Schweiz führen wiederum die beiden regionalen Ranglisten an, die für diese Anbaugebiete erstmals erstellt wurden.
Die diesjährigen Sieger wurden im Rahmen einer strengen Blindverkostung am 12. April 2010 unter der Federführung des Badischen Weinverbandes im Staatlichen Weinbauinstitut in Freiburg ermittelt. Mit mehr als 250 Anstellungen verzeichnete der Markgräfler Wein e.V. in diesem Jahr die größte Beteiligung in seiner Geschichte. Für das Markgräflerland, das mit rund 1.050 Hektar Fläche das größte Gutedelanbaugebiet in Deutschland ist, waren mehr als 190 Weine gemeldet, für die Region Saale-Unstrut mit 20 Hektar Gutedelanbaufläche elf Weine und für die Schweiz 56 Weine aus rund 4.100 Hektar Gutedelbestand. Die 30-köpfige, unabhängige Jury setzte sich zusammen aus sachkundigen Gastronomen, Sommeliers, Fachhändlern, Önologen, Kellermeistern und Journalisten. Darunter waren auch Vertreter aus der Region Saale-Unstrut sowie aus der Schweiz. Die Bewertung der angestellten Weine erfolgte nach einem 20 Punkte umfassenden Kriterienkatalog. Interessante Aromenvielfalt der 2009er GutedelweineDie Ergebnisse der Blindverkostung bestätigten, dass der Weinjahrgang 2009 auch beim Gutedel sehr gehaltvolle Qualitäten hervorbringt. „Die diesjährigen Weine haben aufgrund der hohen Mostgewichte einen höheren Alkoholgehalt und sind damit sehr dichte Weine“, betont Markus Büchin, Mitglied des Vorstands des Markgräfler Wein e.V. und Kellermeister der Winzergenossenschaft Haltingen e.G., der die Weinverkostung geleitet hat. Geprägt seien die Weine des Jahrgangs auch durch eine interessante Aromenvielfalt, die vielfach durch eine gezielt kühle Gärung erzeugt werde, erklärt Büchin. Sie präsentierten sich mit frischen, intensiven Fruchtaromen. Damit bewahrt der Gutedel seinen typischen Charakter: „Er zeichnet sich durch Leichtigkeit, Frische, Fruchtigkeit und einem angenehmen Säuregrad aus“, betont Thomas Basler, ebenfalls im Vorstand des Markgräfler Wein e.V. und Geschäftsführer des Winzerkellers Auggener Schäf e.V.. Der Gutedel bleibe der ideale und vielseitige Begleiter für Weingenießer: sowohl als Zechwein beim geselligen Zusammensein als auch als Begleiter von Spargel- und Fischgerichten und zu feinem Käse. Ein weiterer Trend, den die Verkostung bestätigte: Deutsche und Schweizer Gutedelweine nähern sich einander immer mehr an. Dennoch gelten die Weine der Eidgenossen, die aus den Anbaugebieten Wallis, Genfersee, Bielersee und Waadt stammen, aufgrund der längeren Feinhefelagerung als die cremige und „buttrige“ Variante. Über den Sieger Kategorie „QbA Qualitätswein trocken Markgräflerland“:Markgräfler Lindenhof, Erste Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim Über den Sieger Kategorie „Kabinett trocken“:Scherzinger Batzenberg, Kabinett, Weingut Heinemann, Ehrenkirchen-Scherzingen Über den Sieger Kategorie „Spätlese trocken“:Britzinger Sonnhole Spätlese, Winzergenossenschaft Britzingen Markgräflerland Über den Sieger des Internationalen Gutedel Cups - Kategorie „Gutedel trocken International“:Mauchener Sonnenstück, Kabinett, Weingut Lämmlin-Schindler, Schliengen-Mauchen Über den GutedelDer Gutedel gilt als älteste Kulturrebe der Welt. Ihre Urheimat wird in Palästina vermutet. Der Anbau am mittleren Nil vor 5.000 Jahren gilt als verbürgt. Historiker gehen von einer Verbreitung an Römer und Griechen durch die seefahrenden Phönizier aus. Anfang des 16. Jahrhunderts gelangte der Gutedel in französische Anbaugebiete, nachdem ein französischer Diplomat die Rebe von Konstantinopel 1523 ins Burgund gebracht haben soll. Im Ort Chasselas, südwestlich von Mâcon, soll der Gutedel dann erstmalig in Frankreich angebaut worden sein, worauf sich der internationale Name Chasselas zurückführen lässt. Fest steht, dass auf deutschem Boden zu Beginn des 17. Jahrhunderts Gutedel angepflanzt wurde, zuerst in Württemberg und Franken, ein Jahrhundert später in Sachsen und südlich von Freiburg, im heutigen Markgräflerland. Eine größere Verbreitung erfuhr der Gutedel erst durch die Aktivitäten des Markgraf Friedrich von Baden, der 1780 aus Vevey, einer bekannten Weinbaugemeinde am Genfer See, Pflanzgut einführte. Heute ist das Markgräflerland in Deutschland mit 1.050 Hektar die Hauptanbauregion des Gutedels. In Saale-Unstrut erstreckt sich der Anbau auf 20 Hektar. Europaweit wachsen Gutedelweine auch im Elsass, in Rumänien, Ungarn, Tschechien und insbesondere in der Schweiz, wo er gerade in der französisch sprechenden Schweiz (Westschweiz und Wallis) mit einer Anbaufläche von rund 4.100 Hektar eine dominante Rolle spielt. Im Wallis heißen die Weine meist Fendant, in den übrigen Gebieten Chasselas. Ansprechpartner für die Medien: Markgräfler Wein e.V. D-79395 Neuenburg Tel. 07631/938 800 |
